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Geschichte Kolumbien Südamerika

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Bereits in der Einführung zum Land haben wir hervorgehoben, dass die Geschichte von Kolumbien sich in zwei Epochen aufteilt, die vorkolumbianische und die nachkolumbianische. Beide haben eine entscheidende Rolle für die Geschichte des Landes gespielt, das im Norden von Südamerika an die Landbrücke von Zentralamerika grenzt.

Sowohl die Geschichte Kolumbiens in der vorkolumbianischen Epoche als auch in der nachkolumbianischen Zeit war von zahlreichen historischen Ereignissen geprägt.

Vorkolumbianische Epoche

Seine ersten Bewohner datieren nach den archäologischen Funden und dem, was diese uns berichten, aus einer Zeit, die mehr als 10000 Jahre zurückliegt. Ebenso wie in anderen lateinamerikanischen Ländern wie Chile, Brasilen, Venezuela oder Peru lebten Indianerstämme, die sich der Jagd und dem Fischfang in Form einer einfachen Subsistenzwirtschaft widmeten, in diesen Gebieten. Die Arawak oder die Chinbas sind zwei der wichtigsten Stämme aus dieser vorkolumbianischen Epoche.

Die Entdeckung Amerikas

Nach 1492 beginnt eine rasche Abfolge von Ereignissen, die das Entstehen von Kolumbien als Land wie wir es heute kennen bewirken. Zunächst erfolgt eine Kolonialisierung von zwei Orten, Santa Marta und Cartagena de Indias, bei Städte, die in den ersten Jahren des 16. Jahrhunderts gegründet wurden. Das Innere des Landes wird wenig später erschlossen und es erfolgt die Gründung von Städten wie unter anderen Popayan und Santa Fe, beide im Landesinneren gelegen.

19. Jahrhundert. Die Unabhängigkeit

Vom 19. Jahrhundert, das vom Fieber der Unabhängigkeit in Südamerika geprägt ist, bleibt auch Kolumbien nicht unbehelligt. Die spanischen Kolonien beginnen zu zerbrechen und Kolumbien zerfällt am 11. November 1811 in zwei Teile, wobei Cartagena de Indias unabhängig wird. Kolumbien hat nun zwei Regierungen und das hat einen Bürgerkrieg zur Folge.

Das Mutterland Spanien lässt diese Situation aber nicht auf sich beruhen und erobert einige Jahre später das Gebiet auf den Befehl von König Ferdinand VII. wieder zurück. Kolumbien, auch als Nueva Granada bezeichnet, war die erste spanische Kolonie in Südamerika, die wieder unterworfen wurde.

Kurz nach der Rückeroberung keimt eine neue Unabhängigkeitsbewegung auf, diesmal angeführt von Simon Bolivar, und es gelingt, das königliche spanische Heer in den Städten Bogota und Santa Fe entscheidend zu schlagen. Es wird eine Verfassung ausgearbeitet und die Republik Kolumbien gegründet. Allerdings zerbricht dadurch Nueva Granada seine Einheit mit Venezuela und Ecuador, die bis dahin alle unter der gleichen Herrschaft standen. Es ist eine Zeit der Bürgerkriege und Teilungen. Offiziell anerkannt wird die Republik Kolumbien im Jahre 1886.

20. Jahrhundert. Ein blutiges Jahrhundert. Die gespannte Ruhe der ersten 50 Jahre

Die anfänglichen Jahre des 20. Jahrhunderts in Koumbien sind blutige Jahre, bedingt durch den Bürgerkrieg, der in dieser Zeit stattfindet, und der auch als Krieg der Tausend Tage bekannt ist.

Diese Situation endet im Jahre 1910, als die Reform der Verfassung die Einmischung des Militärs in die Politik verbietet. In den ersten Jahren der Folgezeit kehrt eine gewisse Ruhe ein, wenn es auch heftige politische Auseinandersetzungen zwischen den Liberalen und den Konservativen, die sich an der Macht befinden, gibt. Doch die Zeit des Friedens endet mit dem Krieg zwischen Kolumbien und Peru, der 1932 unter der liberalen Regierung begonnen wird.

Die Politik wird agressiv und die Opposition wird stark unter Druck gesetzt, die Aufstände der Bauern enden nicht, die Guerilla Kämpfer im Urwald werden immer mehr… schliesslich wird unter Führern wie Guadalupe Salcedo die Unabhängigkeit von Vega Perdida ausgerufen, eine Unabhängigkeit zu der es letztlich nicht kommt, die aber als Folge den Staatsstreich von General Gustavo Rojas Pinilla im Jahre 1953 fördert. Die Diktatur unter Rojas besteht einige Jahre, bis es zu einer Einigung von Liberalen und Konservativen kommt. Kolumbien kehrt zur Demokratie zurück, wenn auch die Liberalen und Konservativen andere politische Parteien zensieren, eine Situation, die diese anderen politische Gruppierungen letztlich in den bewaffneten Kampf führt.
Inmitten all dieser Spannungen bilden die einstigen Guerilla Kämpfer das Ejercito de Liberacion Nacional (ELN) und die FARC, Gruppen, die heute noch existieren und die in der gespannten Lage, die das Land durchlebt, ihren perfekten Nährboden finden.

In den 70er Jahren entstehen als Antwort auf diese Bewegungen paramilitärische Einheiten gegen die Aufständischen, die von den Drogenbossen finanziert werden, die ihre Kokaplantagen zu sichern versuchen. In den 80er Jahren wird dies zur dominanten Strategie.

Aktuelle Lage

Viele Dinge haben sich in der Geschichte von Kolumbien seit der Zeit des Krieges der Tausend Tage geändert, doch die Probleme bestehen noch immer fort. Die Probleme gehen weiter mit Alvaro Uribe, dem Präsident vo Kolumbien seit 2002, und sind die gleichen, die voher Andres Pastrana, der vorherige Präsident hatte. Heute kann man also noch immer davon sprechen, dass es in Kolumbine einen bewaffneten Konflikt gibt, einen Konflikt, der letztlich durch jene Auseinandersetzungen zwischen liberalen und konservativen Kräften gefördert worden ist.

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